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1. Neue Web-Applikation

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) hat die Entwicklung einer neuen Web-Applikation finanziert. Hauptziele waren:

  • intuitive Bedienung
  • ansprechendes Design
  • volle Funktionstüchtigkeit auf dem Smartphone

Beachte insbesondere die vielen Karten-Layers, die man hinzuschalten kann, sobald man eine finale Route ausgewählt hat (siehe Layer-Button unten links auf der Abb. 1). Dein Feedback ist willkommen (siehe About).

Die neue Web-Applikation ist unter https://www.skitourenguru.ch zu finden. Die alte Web-Seite wird unter https://info.skitourenguru.ch weiter betrieben und dient der Beschreibung des Projektes.

Bist du Web-Entwickler oder Web-Eintwicklerin? Willst du einen Beitrag zur Verbesserung der neuen Web-Applikation leisten? Die neue Web-Applikation wurde mit Vue.js/Vuetify.js implementiert. Melde dich unter Angabe deines GitHub-Namens unter About.

2. Ausweitung von Skitourenguru auf den ganzen Alpenbogen

Sobald die Lawinenwarnungen wieder Lawinenbulletins herausgeben, werden auf Skitourenguru die folgenden Regionen zur Verfügung stehen:

Region Anzahl Routen Status Bedeutung
Schweiz 1300 Vollbetrieb Der Dienst für die Region ist aktiv.
Ostalpen 1000 Vollbetrieb Der Dienst für die Region ist aktiv. Es werden nur in solchen Gebieten Routen angezeigt für die auch ein Lawinenbulletin erscheint.
Frankreich 500 Testbetrieb Der Dienst ist als Testversion aktiv. Solche Testversionen werden für Regionen mit noch wenigen Erfahrungen aufgeschaltet. Die angezeigten Informationen weisen daher eine geringere Zuverlässigkeit auf als in vollständig aktivierten Regionen. Routen werden nur bewertet, wenn die Lawinenbulletins erscheinen. In Frankreich ist dies vom 15. Dezember bis 15. April der Fall.
Nordwestitalien 300 Testbetrieb Der Dienst ist als Testversion aktiv. Solche Testversionen werden für Regionen mit noch wenigen Erfahrungen aufgeschaltet. Die angezeigten Informationen weisen daher eine geringere Zuverlässigkeit auf als in vollständig aktivierten Regionen.
Nordosttalien 500 Testbetrieb Der Dienst ist als Testversion aktiv. Solche Testversionen werden für Regionen mit noch wenigen Erfahrungen aufgeschaltet. Die angezeigten Informationen weisen daher eine geringere Zuverlässigkeit auf als in vollständig aktivierten Regionen.

Die Ausweitung auf den ganzen Alpenbogen wird Skitourenguru noch einige Jahre beschäftigen. Dies hat verschiedene Gründe:

  • Die Digitalisierung von neuen Routen ist sehr aufwändig. Je mehr Feedback in die Routen eingeflossen ist, desto besser werden die Routen. Das braucht Zeit.
  • Die Lawinenwarnungen sind in einem Prozess der Harmonisierung begriffen, der noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Um diesen Prozess zu unterstützen engagiert sich Skitourenguru in der Initiative für eine alpenweit einheitliche Lawinenprognose (IFALP).
  • Noch nicht überall in den Alpen stimmt die Qualität des Höhenmodells. Die Situation verbessert sich aber von Jahr zu Jahr.

Trotz dieser Hürden ist es wichtig bereits jetzt erste Erfahrungen zu sammeln. Wenn der Prozess heute begonnen wird, besteht Aussicht, dass in einigen Jahren ein Vollausbau im Rahmen einer realistischen Zuverlässigkeit möglich wird.

3. Wo hat's wie viel Schnee?

Ab diesem Winter stellt Skitourenguru Informationen zur Schneehöhe zur Verfügung. Zu diesem Zweck ist Skitourenguru eine enge Kooperation mit Exolabs eingegangen. Exolabs ist führend in der Erzeugung von zeitnahen, hoch aufgelösten Schneehöhenkarten. Die Karten basieren auf den folgenden Daten:

  • Schneehöhen von automatischen Messstationen.
  • Satellitendaten (Sentinel, Landsat und Modis).
  • Wissen zu Schneehöhen in Abhängigkeit von Geländeeigenschaften.

Dank den Daten von Exolabs kannst du nun Routen filtern, die eine minimale Schneehöhe (z.B. 20 cm) am Start aufweisen.

Abb. 1: Schneehöhenkarte am Piz Surparé (30. 11. 2020).

4. Automatische Bestimmung des Schwierigkeitsgrades

Skitourenguru hat alle Routen der Schweiz von Hand mit einem Schwierigkeitsgrad der SAC-Skala bewertet. Dadurch ist ein Trainingsdatensatz entstanden, der es erlaubt ein Modell abzuleiten, das in der Lage ist Schwierigkeitsgrade automatisch zu bestimmen. Einen ersten Ansatz haben zwei Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz in einer Bachelorarbeit entwickelt. In einer engen Zusammenarbeit mit Ulrich Reincke (Mitarbeiter des Statistik- und Machine Learning Anbieters SAS Institute) hat Skitourenguru nun einen neuen Algorithmus entworfen. Dieser leitet auf Basis weniger, einfach zu interpretierender lokaler Eigenschaften entlang des Routenverlaufes, den Schwierigkeitsgrad ab.

Ab diesem Winter wird den Routen in Italien, Frankreich, Bayern und Österreich ein automatisch bestimmter Schwierigkeitsgrad zugewiesen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Konsistente Bewertung, d.h. Reduktion eines eventuell vorhandenen subjektiven Bewertungsbias.
  • Inhaltlichen Interpretierbarkeit der Routenbewertung.
  • Unabhängigkeit von den aktuellen Verhältnissen.
  • Effiziente Erst- und Neubewertung von grossen Routendatensätzen.

Spendenaufruf

Unter Weiterentwicklung findest du die Road-Map von Skitourenguru. Wann was genau umgesetzt sein wird, hängt auch davon ab, wie gut das Projekt unterstützt wird. Skitourenguru wird auch in Zukunft gratis, werbefrei, tracker-frei und barrierefrei (ohne lästiges Login) zur Verfügung stehen. Deine Spende fällt auf einen fruchtbaren Boden:

Skitourenguru GmbH, 8006 Zürich
IBAN: CH84 0844 0258 3878 4200 1
Bank Cler AG, Uraniastrasse 6, CH-8001 Zürich, BIC/Swift: BCLRCHBB, Clearing-Nr. 8440